Mezi věčností a časností – Lada Semecká, Petr Lada – DE

ZWISCHEN EWIGKEIT UND VERGÄNGLICHKEIT – LADA SEMECKÁ, PETR LADA

Vernissage am 09. 05. 2026, 15:00 Uhr

Sýpka Lemberk in Zusammenarbeit mit der Galerie Kuzebauch

10. 05. 2026 – 30. 09. 2026

Wenn wir unsere Umgebung aufmerksam betrachten, entdecken wir ein Netz aus miteinander verbundenen Fäden. Fäden, die von der Oberfläche zum Kern führen, zu den elementaren Quellen, Ursachen und Prozessen. Fäden, die Orte ebenso wie Zeiten miteinander verbinden. Fäden, die hinter den Formen deren Bedeutungen offenbaren. Fäden, die zwischen Ewigkeit und Vergänglichkeit verlaufen.

Im Getreidespeicher verschmelzen Baumaterialien einerseits mit der Natur und andererseits mit menschlichen Händen und Ideen. Das Haus besteht aus folgenden Elementen: Holz, Stein, Ziegel, Wasser, Eisen, Glas. Hinter dem Holz steht der Baum, hinter dem Baum liegen Erde, Feuchtigkeit und Sonne. Hinter dem Stein stehen Felsen, Berge, Gebirge, die Erde und das Universum. Hinter dem Ziegel stehen Lehm, Wärme und Luft. Hinter dem Wasser stehen Quelle, Regen, Fluss, Meer und Nebel. Hinter dem Eisen stehen Erz, Kohle und Feuer. Hinter dem Glas stehen Sand, Glut, Licht und Kälte. Hinter dem Porzellan stehen Feldspat, Kaolin, Quarz und Glut.

Der Getreidespeicher ist ebenfalls ein Raum, der auf der primären Ebene aus Materie und Leere besteht und auf denen grundlegende Phänomene wie Licht und Dunkelheit beruhen. Neben den Materialien wird der Raum auch durch menschliche Ideen geprägt, die die Kultur der jeweiligen Epoche widerspiegeln. Die Monumentalität und Bedeutung des Barocks zeigen sich auch an diesem Wirtschaftsgebäude, dem Getreidespeicher.

Auch die Kunst kann uns helfen, all diese Zusammenhänge wahrzunehmen. Lada Semecká und Petr Lada haben jeweils eine eigene Installation für den Getreidespeicher geschaffen, deren Ziel es ist, den gesamten Raum und die darin befindlichen Werke als Ganzes zu erleben, wobei beide einem gemeinsamen Konzept folgen: dem Dialog mit dem Ort. Sie fügen in die Umgebung des Hauses und zugleich in die angrenzende Umgebung, den Ort und die Landschaft gewissermaßen Punkte ein, die diese unsichtbaren Verbindungsfäden für einen Moment offenbaren, festhalten und verknüpfen können. Wie Punkte in dem Kinderspiel „Verbinde die Punkte“, bei dem sich durch deren Verbindung nach und nach die Konturen der Bildbedeutung zeigen. Oder wie ein Lichtstrahl, der für einen Augenblick ein zuvor unsichtbares Spinnennetz beleuchtet.

Kuratorin der Ausstellung: Pavla Melková

Foto Gabriel Urbánek

Sýpka Lemberk
Lvová čp. 67
471 25
Jablonné v Podještědí

info@sypkalemberk.com

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